Wer sind die UFOnauten?
In den letzten Jahrzehnten verbreiten Massenmedien Berichte über außerirdische Raumschiffe. Seit 1978 ist der Begriff „UFO“ ein eigenständiges Stichwort im Jahresregister der bedeutenden britischen Zeitung „Times“. Nach Berichten einiger UFOlogen werden so viele Menschen von Außerirdischen besucht und entführt, dass die Erde als Zoo für ferne Zivilisationen erscheint. Trotzdem findet die Naturwissenschaft keinen konkreten Anhaltspunkt für die Existenz auch nur eines einzigen außerirdischen Raumschiffes, der eine ernsthafte Untersuchung ermöglichen würden.
Eine Betrachtung des Phänomens von den verschiedensten Seiten, durch die Brillen aller mit ihm befassten Wissenschaften und Grenzwissenschaften führt zu einem überraschend klaren Ergebnis.
Die Abkürzung UFO steht für „Unidentified Flying Object“, nicht identifiziertes Flugobjekt. Mit ihr bezeichnet die amerikanische Luftüberwachung und -verteidigung ein unbekanntes Flugobjekt. Sie hat es rasch zu klassifizieren und verwandelt es damit in ein IFO (Identified Flying Object).
Ufologen haben den Begriff UFO auf Raumschiffe mit Besuchern von anderen Planeten oder Sonnensystemen übertragen.
Um 1970 teilte der amerikanische Astronom J. Allen Hynek die verschiedensten UFO-Berichte in Gruppen ein:
Aus größerer Entfernung wahrgenommene UFOs:
* Nachtlichter (Nightlights, NL) sind helle fremdartige Objekte bzw. Lichter, die in der Nacht beobachtet werden.
* Tageslichtscheiben (Daylight Disks, DD). Immer wieder wurden am Tag silbrige Scheiben beobachtet.
* Radar-Visuelle Sichtungen (RV). Das sind Nachtlichter oder Tageslichtscheiben, die auch vom Radar erfasst werden.
In einer Entfernung von weniger als 100 Metern wahrgenommene Objekte:
* Nahbegegnungen der ersten Art (Close Encounters of the First Kind, CE I) sind UFO-Sichtungen ohne weitere Besonderheiten, die als relativ nahe empfunden werden. Tatsächlich kann aber auch die Venus beobachtet worden sein.
* Bei Nahbegegnungen der zweiten Art (Close Encounters of the Second Kind, CE II) werden Spuren wie ein Kreis niedergedrückter Getreidehalme, das Stoppen eines Automotors oder ein Stromausfall auf ein UFO zurückgeführt.
* Bei Nahbegegnungen der dritten Art (Close Encounters of the Third Kind, CE III) wird im UFO bzw. in seiner Umgebung ein Pilot beobachtet. Die UFOnauten sind meist menschenähnlich, selten Roboter. Außerirdische Monstren - wie oft in der Science-Fiction geschildert - sind bisher kaum beobachtet worden.
* Bei Nahbegegnungen der vierten Art (Close Encounters of the Fourth Kind, CE IV) werden Menschen von UFOnauten in ihr Raumschiff gebracht und dort häufig schmerzhaften medizinischen Untersuchungen und Experimenten unterzogen.
Diese Einteilung erfolgt nach der subjektiven Wahrnehmung, ohne die beobachteten Objekte in irgend einer Weise zu deuten oder zu beurteilen.
Die Nahbegegnungen werden nach Steven Spielbergs Film auch unheimliche Begegnungen genannt.
1949 bis 1969 untersuchte die amerikanische Luftwaffe im Auftrag des Pentagons alle ihr bekannten UFO-Berichte im Projekt Blue Book.
Bereits Anfang 1953 stellte das Robertson Panel - eine Gruppe führender amerikanischer Wissenschafter - fest, dass UFOs keine Bedrohung der amerikanischen Sicherheit darstellen.
Im Condon Report kam der Physiker Edward Condon 1969 zum Schluss, das UFO Phänomen habe keine reale Grundlage: „Die in der Vergangenheit durchgeführte Sammlung von anekdotischen Berichten ist ohne wissenschaftlichen Wert, denn die meisten wurden von herkömmlichen Stimuli ausgelöst. Wir empfehlen daher, dass keine weiteren Gelder für die Untersuchung von UFOs verwendet werden.“
Die US Air Force folgte dieser Empfehlung und beendete die Untersuchung von Flugkörpern mit vermeintlich außerirdischem Ursprung.
Wohl für alle UFO-Sichtungen mit physischem Kern gibt es eine konventionelle Erklärung, die nicht auf Außerirdische zurückgreift:
Der Mond, Planeten, Wolken, Vogelschwärme, Wetterballone, startende Raketen, abgesprengte Raketenstufen, von einer Höhenrakete ausgestoßene Bariumwolken, Meteoriten, Nordlichter, Luftspiegelungen, Reflexionen der Sonne an einem Erdsatelliten, Lichtbrechungen an Inversionsschichten, die Raumstation Mir mit ausgestoßenen Abfällen, Fackeln auf Erdölfeldern, Prototypen militärischer Fluggeräte, von Schiffen hochgeschossenen Leuchtziele, Flugzeuge, Hubschrauber, innen beleuchtete Zeppeline, Lasershows vor Diskotheken, Party-Heißluftballone und sogar Straßenlaternen: Sie alle haben schon zu zahlreichen UFO-Meldungen geführt.
Seltsame für das menschliche Augen unsichtbare UFOs wurden als Iris der Kamera enttarnt, die bei Fehlfokussierung abgebildet wird. Die unterschiedliche Auflösung der drei Grundfarben grün, rot und blau führt häufig zu farbigen Schatten auf Videobildern. Und immer wieder ist das UFO auf einem Papierabzug einfach ein Fehler bei der Filmentwicklung.
Im Westen und im Osten wurden und werden neue Waffen im geheimen entwickelt. Dazu zählen U-2 Aufklärungsflugzeuge und Tarnkappenbomber der USA ebenso wie das ab 15.7.1957 zwischen Moskau und Archangelsk errichtete Kosmodrom Plesetsk, das Journalisten erstmals während der Glasnost Michael Gorbatschows besichtigen durften. Fehldeutungen dieser Waffentests als außerirdische Raumfahrzeuge dienen der Geheimhaltung bzw. Desinformation und werden deshalb oft von offizieller Stelle nicht ungern gesehen.
Versuche, auf der Erde fliegende Untertassen zu bauen, kamen nicht über das Versuchsstadium hinaus.
Arthur Sack startete seinen „fliegenden Bierdeckel“ AS1 außer Konkurrenz beim ersten Reichswettbewerb für Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren am 27. und 28.7.1939 in Leipzig-Mockau. Aufgabe war, einen Zielflug mit Rückkehr zum Startplatz mit möglichst einfacher Lenkvorrichtung durchzuführen. Der Kreisflügler mit einem Durchmesser von 1,25 m und einem Startgewicht von 4,5 kg wurde von einem 0,65 PS Kratmo-30 Motor mit 4500 Umdrehungen pro Minute mit einer Luftschraube mit einem Durchmesser von 0,6 m angetrieben. AS1 hob bei mehreren Startversuchen nicht vom Boden ab. Sack musste ihn in die Luft werfen. Der mehrere Minuten dauernde Kraftflug brachte das infolge falscher Trimmung stark pumpende, sonst aber stabil fliegende Modell in eine Höhe von mehreren hundert Metern. Für einen anschließenden Gleitflug fehlten entsprechende Flügel.
1940-44 baute Sack mit Unterstützung eines Ingenieurs der Mitteldeutschen Motorenwerke Leipzig das vier mal so große bemannte Fluggerät AS6/V1. Das hauptsächlich aus Holz gebaute rumpflose Flugzeug von kreisrunder Form wurde von einem 240 PS Argus 10 C-Motor angetrieben. Die Spannweite betrug 5 m, die Gesamtlänge 6,4 m, das Fluggewicht 900 kg. Baltabol, der Chefpilot der ATG Leipzig, brachte es in mehreren Startversuchen auf dem Luftwaffenflugplatz Brandis bei Leipzig nur auf einen etwas längeren Sprung. Auch Oberleutnant Franz Roesle, der zur Erprobung des Raketenjägers Me 163 nach Brandis verlegt worden war, konnte im Sommer 1944 mit der AS6/V1 nicht Höhe gewinnen. Das Versuchsmodell ging bei einem letzten Startversuch zu Bruch.
In den 1950er Jahren beauftragten die USA die neu gegründete kanadische Firma AVRO Aircraft Ltd. of Canada - eine Abteilung der Hawker-Siddley Gruppe - mit der Entwicklung eines diskusförmigen Senkrechtstarters (Projekt Silver Bug = Silberner Käfer).
In der Mitte der Y2 sollte die Mannschaft auf dem Bauch liegen, alle wichtigen Maschinen um das Cockpit kreisen. Als Antriebsturbine war ein doppelseitiger radial strömender Turbojet-Motor vorgesehen. Mit einem Durchmesser von 10 m und einer Höhe von gut 1,30 m sollte die Y2 mit 3,48-facher Schallgeschwindigkeit bzw. 3.700 km/h eine Höhe von 30 km erreichen. In weniger als zwei Minuten wollte man in eine Höhe von 12 km aufsteigen.
Bis zum Sommer 1959 waren zwei AVROCAR genannte Flugmuster mit der internen Bezeichnung VZ-9AZ hergestellt. Sie hatten einen Durchmesser von 6 m, waren 1 m hoch und sollten immerhin mit einer Geschwindigkeit von 480 km/h in eine Höhe von 3,3 km aufsteigen. Drei Continental J-69 Motore trieben eine am Boden angesetzte Hubschraube an. Es handelte sich im Prinzip um einen Hubschrauber mit unten angebrachten Rotorblättern.
Bei Testflügen blieb die Flughöhe unter 3 m und die Geschwindigkeit unter 56 km/h. Die AVROCAR war damit nicht besser als ein Hovercraft Boot. Tests im Windkanal der NASA in Moffett Field, Kalifornien ergaben, dass die VZ-9 niemals die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen könnte.
Im Dezember 1961 wurde das Projekt endgültig aufgegeben. Die Ausgaben betrugen etwa 10 Millionen US Dollar.
Ein Versuchsmodell befindet sich im Fundus des Smithsonian Air & Space Museums in Silver Hill, Maryland.
Luftraumüberwacher und Astronomen beobachten ständig den Himmel. Kaum einer von ihnen glaubt an extraterrestrische UFOs.
Auch die Raumfahrer haben bislang kein Phänomen entdeckt, das auf Außerirdische zurückzuführen wäre. Die bekannten UFO-Sichtungen zeugen vielmehr vom Humor der Kosmonauten.
Im Herbst 1977 warnte Saljut-6 Bordingenieur Georgi Michailowitsch Gretschko seine erste Besuchsmannschaft Wladimir Dschanibekow und Oleg Makarow vor ihrem Start: „Burschen, wenn ihr im Bullauge in einem Kilometer Entfernung einige fliegende Untertassen seht, fürchtet Euch nicht. Sie folgen uns schon seit langem, greifen uns aber nicht an. Offensichtlich wollen sie uns keinen Schaden zufügen. Fragt doch Witali Sewastjanow.“
Später, in der Raumstation rief er die beiden ans Bullauge und deutete auf acht blitzende Objekte, die vor dem Hintergrund der aufgehenden Sonne leuchtenden. Trotz der Geschwindigkeit von 28.000 km/h, mit der Saljut-6 die Erde umrundete, hielten sie sowohl ihre Anordnung als auch ihren Abstand zur Saljut-6. Die Besucher erschraken. Makarow wollte ein Fernglas holen. „Beeile Dich“, sagte Gretschko, „sie verschwinden mit Überlichtgeschwindigkeit“. Als Makarow zurückkehrte, verschwanden sie tatsächlich.
Was haben die Kosmonauten beobachtet? Kurz, bevor die Station ins Helle eintrat, hat Gretschko in der Nähe des Bullauges gegen das Gehäuse der Station geklopft, damit sich Eispartikel von der Außenwand lösen. Ein Kosmonaut kann ein kleines glitzerndes Partikel unmittelbar vor seinem Fenster nicht von einem großen Objekt in 1 km Entfernung unterscheiden.
Sewastjanow hatte auf diese Art bereits in Saljut-4 sieben unbekannte Flugobjekte geschaffen. Diesen Rekord wollte Gretschko brechen.
Als die Sojus 27 Kosmonauten Sewastjanow vor ihrem Start nicht erreichten, ließen sie sich das Photographieren der UFOs auf dem Dienstweg vom Zentralkomitee der kommunistischen Partei genehmigen und sorgten damit für einigen Wirbel.
Ganz anders verhält es sich mit Nahbegegnungen der vierten Art.
Sie sind aufwühlende Erlebnisse im Übergang zwischen Wachen und Schlaf, sei es im Bett, sei es beim Angeln oder auf einer monotonen Fahrt.
Ein typisches Entführungsopfer sieht ein Licht, das größer wird und in seiner Nähe stehen bleibt. Ein kleines graues Männchen mit riesigen schwarzen Mandelaugen nähert sich. Es spricht nicht mit dem Mund, seine Anweisungen entstehen wie Gedanken im Kopf des Besuchten. Ein Widerstand ist unmöglich. Der UFOnaut bringt den Menschen durch das geschlossene Schlafzimmerfenster oder das Dach seines Autos in ein helles, diskusförmiges Raumschiff, das innen viel größer erscheint als außen. Die Gänge und Räume sind in gleißendes Licht getaucht, eine Lichtquelle ist jedoch nicht zu erkennen. Der Eingangsbereich erinnert an einen großen Bahnhof oder Flughafen. Durch einen breiten Tunnel geht es spiralförmig nach oben. Begleitet von fremdartigen in Kutte mit Kapuze gekleidete Wesen gelangt der Entführte in ein Zimmer. Er wird auf einen Tisch gelegt und einer unangenehmen Operation unterzogen. Wenn ihm die Fremden Gewebsproben entnehmen oder Sonden in sein Gehirn oder hinter einem Auge implantieren, wird ihm sehr heiß.
Schließlich wacht der Entführte schweißgebadet und völlig erschöpft auf. Er entdeckt an seinem Körper Wunden, die ihm bestätigen, dass er ein reales Erlebnis und keinen Traum hatte. Immer wieder sind es Schnitte oder zwei Punkte wie beim Biss einer Kobra („Rattlesnake-Bites“).
An eine Zeitspanne, die zwischen wenigen Minuten und einem ganzen Tag liegt, kann er sich nicht erinnern.
Wie bei Marienerscheinungen sehen nur bestimmte Menschen die Fremden.
Zwei Angler wurden an einer stark befahrenen Straße entführt, ohne dass auch nur einem einzigen Autofahrer irgend etwas Besonderes aufgefallen wäre.
Zwei Buben hatten auf einem Familienausflug das gleiche Entführungserlebnis, ohne dass die Eltern davon etwas merkten.
Der im gleichen Bett schlafende Ehepartner ist nicht wach zu kriegen.
Und die Klosterschwester, die normalerweise am Gang des Internates wacht, war für zwei Minuten auf der Toilette, während ein Zögling im großen Fenster eine Teufelsfratze sah.
Immer wieder haben die Opfer eine Vorahnung. Alles ist irgendwie verändert. Die Luft vibriert und wallt. Maria Struwe aus Berlin nimmt „einen komischen Geruch wie Schwefel“ wahr.
Schließlich lösen sich die Fremden in Luft auf, und der Besuchte fällt in einen tiefen Schlaf.
Vielfach wird von sexuellen Kontakten mit Fremden oder anderen ebenfalls entführten Menschen des anderen Geschlechts berichtet. So wurde 1988 eine junge Frau von den Fremden telepathisch gezwungen, mit einem apathischen Mann zu schlafen. Außer einer Erektion zeigte er keinerlei Regung. Sie sagte den Entführern, dass sie nicht will, ließ es aber doch geschehen, da sie den Eindruck hatte, dass sie andernfalls „mit etwas wirklich Schrecklichem, etwas absolut Unmoralischen“ begännen. Wie die meisten Entführten empfand sie den Akt als furchtbar, als total mechanisch.
Zahlreiche Frauen spüren nach dem Verkehr mit einem Fremden Schwangerschaftssymptome, die ein paar Monate später nach einem weiteren nächtlichen Eingriff wieder verschwinden.
Später zeigen ihnen UFOnauten einen großen Raum mit Brutkästen und nach entsprechender Zeit heranwachsende Kinder, die „ihre Mutter brauchen“. Bald finden sie im UFO den Weg zu diesen Kindern ganz alleine.
Viele Menschen entdecken an sich nach einer Begegnung der vierten Art paranormale Fähigkeiten: Sie hören Poltergeister, erleben sich außerhalb ihres Körpers („Out-of-body-experiences“), schreiben in Trance seltsame Aphorismen oder mit unbekannten Schriftzeichen.
Einer verspürt den Auftrag, an einem Apparat zur experimentellen Untersuchung der Frage zu tüfteln, ob ein Mensch gleichzeitig an zwei Orten sein kann.
Keine dieser nach einem UFO-Erlebnis entwickelten unkonventionellen Maschinen oder Formeln soll allerdings jemals funktioniert haben.
Viele Entführte suchen verzweifelt nach alltäglichen Vergleichen für ihr intensives unbeschreibliches, häufig sehr unangenehmes Erlebnis.
Oft verdrängen sie es und können sich nur in regressiver Hypnose daran erinnern. Das ist ein tranceähnlicher Entspannungszustand, der es einem erfahrenen Therapeuten ermöglicht, verschüttete oder vom Unterbewussten blockierte Erinnerungen freizulegen und ins Tagesbewusstsein zurückzuholen.
Oft sind dabei Deckerinnerungen (Screen Memories) zu überwinden.
Der Proband ist während der Tiefenhypnose bei vollem Tagesbewusstsein. Er kann Antworten verweigern oder die Sitzung unterbrechen. Oft erinnert er sich nach Beendigung der Hypnose an weitere Details der Entführung.
Eine Unternehmensfrau aus einer Kleinstadt bei Karlsruhe fuhr im Frühsommer 1993 gegen Mitternacht ängstlich von einer Party aus einem Nachbardorf nach Hause. Nachdem sie den Wald unbehelligt verlassen hat, atmet sie auf. Kurz vor dem Ziel taucht im Scheinwerferlicht etwas Weißes auf. Sie bremst und sieht im Vorbeifahren ein weißes Kaninchen zappeln und mitten auf der Straße in gleißendem Licht einen Zauberer mit Spitzhut, Zauberstab und Mantel. Er schaut ihr in die Augen. Erschrocken gibt sie Gas. Am nächsten Morgen konnte ihr Mann keine Spur von Kaninchen oder Zauberer finden.
Unter Hypnose erinnerte sich die Frau, dass ihr Auto bei laufendem Motor und eingeschalteten Scheinwerfern vor einer dunklen Wand stehen bleibt. Die Wand verschwindet, sie wird in grelles Licht getaucht. Wie in einem Fahrstuhl schwebt sie in die Höhe. Widerwillig betritt sie eine rechteckige Luke und schaut in eine Halle, in der viele Leute geschäftig herumgehen. Sie schwebt einen Gang entlang, den sie aus zahlreichen Träumen gut kennt. Schließlich bleibt sie vor einer Wand stehen, die sich wie eine Tür öffnet. Dahinter ist der helle Raum, in dem ihr in einem früheren Traum ein neunjähriges Mädchen gebracht worden war „weil es Zeit war, zu verstehen“. In diesem Zimmer spielen zehn oder zwölf Kinder ohne Spielzeug. Sie spielt mit ihnen und weint beim Abschied.
Zu Hause angekommen, erzählt sie ihrem Mann aufgewühlt vom Kaninchen und dem Zauberer.
Besonders Kindern nähern sich die Fremden gerne als Tiere, einmal als wunderschöner weißer Hirsch, ein anderes Mal als Eule.
Auch in Johann Wolfgang von Goethes Tragödie erscheint Mephisto dem Faust als Pudel.
Die Amerikanerin Betty Andreasson-Luca sah während einer Entführung lichtvolle Gestalten ohne Gesichtszüge, die mit farbig sprühenden Lichtstangen, Kugeln und Pyramiden jonglierten. „Sie sind so glücklich. Sie sehen so frei aus.“ Schließlich gehen diese Lichtwesen eines nach dem anderen durch eine Tür. Und plötzlich haben sie menschliche Züge. Aber sie haben keine Farbe, sehen wie Geister aus. Betty sieht genauer hin und erkennt einen Orientalen, einen Schwarzen und zuletzt sich selbst.
Oft erscheinen Fremde im Schlafzimmer ohne UFO oder Entführung („Bedroom-Visitors“).
So sah ein 17-jähriger Bub in Südniedersachsen im Frühjahr 1991 eines Nachts ein Bett, in dem ein Mensch schlief, den er nicht erkannte. Um das Bett standen vier kleine Gestalten in Kutten mit Kapuze. Ein Fremder starrte den Buben mit unheimlichen großen, schwarzen Augen an. Ein anderer hielt einen hell leuchtenden Stab in der Hand, mit dem er die Stirn des Schlafenden berührte. Der Bub erwachte schweißgebadet und konnte lange Zeit nicht mehr einschlafen.
Am nächsten Morgen kam sein Onkel - er wohnt 11 km entfernt - zum Frühstück und erzählte aufgewühlt, dass er die furchtbarste Nacht seines Lebens durchgemacht hatte. Gegen drei Uhr wachte er auf. Plötzlich standen fünf Wesen in seinem Zimmer. Vier waren klein, sie trugen Umhänge mit Kapuzen. Einer von ihnen hielt einen leuchtenden Stab an seine Stirn. Der Stab war eiskalt. Als der Onkel schreiend das Licht aufdrehte, waren alle fünf verschwunden.
Dem amerikanischen Therapeuten Joseph Nyman fiel auf, dass die meisten Betroffenen nicht nur eine, sondern zahlreiche Begegnungen der vierten Art hatten.
Von 33 Menschen, die er unter Hypnose zur ersten Begegnung mit den Fremden führte, schilderten elf die gleiche Szene: Sie liegen in einer Wiege. Ein Wesen steht neben ihnen, und dieses Wesen ist ihnen vertraut. Wenn Nyman bat, sich auf das Bild dieses Wesens zu konzentrieren, schien sich die Natur ihres Bewusstseins zu verändern. Sie erleben sich plötzlich nicht mehr nur als menschliches Wesen, sondern in gleicher Weise als fremdes. Und sie erkennen, dass ihnen das Wesen vertraut ist, weil sie mit ihm schon verbunden waren, bevor sie in ihren menschlichen Körper eintraten.
Seit sie diese Szene in regressiver Hypnose erlebt haben, betrachten sie sich nicht mehr als Opfer in einem undurchschaubaren Spiel. Sie fühlen sich als Teilnehmer einer Mission, die ihnen zwar in den Einzelheiten unbekannt ist, die aber dem Wohl der ganzen Menschheit dient.
Nie hinterlassen die Fremden materielle Spuren.
Hin und wieder erinnern sich Menschen an Geschenke von UFOnauten, einmal ein Buch, einmal ein ungewöhnlicher Metallteil. Nach einiger Zeit sind diese Dinge verschwunden.
Einer Frau wurde während einer Entführung eine Sonde in den Kopf implantiert. Danach litt sie an starken Kopfschmerzen. In der Nacht vor Ihrem Computer-Tomographie Termin erlebte sie eine weitere Entführung, bei der ihr das Implantat wieder entfernt wurde.
Ein Gynäkologe untersuchte eine nach einer Entführung vermeintlich im achten Monat Schwangere und stellte keinen Fötus fest. Unmittelbar danach hörten ihre Schwangerschaftssymptome auf und ihr Bauch begann sich zurückzubilden.
Der amerikanische Arzt Robert McNeal hat eine beträchtliche Prämie für den Nachweis eines von Außerirdischen gezeugten Fötus ausgesetzt. Bis heute meldete sich niemand.
Mittlerweile haben Entführungsopfer Selbsthilfegruppen gegründet.
Eine Reihe von Symptomen gelten als Indiz für eine UFO-Entführung:
* Schlaflosigkeit, Alpträume und Dunkelangst
* Erwachen im Zustand der Paralyse
* Eindrücke von der Anwesenheit Fremder im Schlafzimmer
* ein Gefühl des Zeitverlusts oder ein Zeitriss mit Erinnerungsstörungen
* Angst vor medizinischen Untersuchungen
* Nasenbluten, unerklärliche kleine Narben und Implantate im Körper
* plötzlich auftretende paranormale Fähigkeiten.
Was sagt die Naturwissenschaft zu Außerirdischen?
Im Umkreis von 40 Lichtjahren gibt es keinen Planeten mit ähnlichen Lebensbedingungen wie auf unserer Erde.
Schon wegen der langen Reisezeiten kann ausgeschlossen werden, dass uns technologisch hochentwickelte Wesen aus anderen Sonnensystemen mit Raumschiffen besuchen.
Wie zu erwarten, ist keine einzige Beobachtung eines außerirdischen Raumschiffes geschweige denn eines Außerirdischen wissenschaftlich belegt.
Gibt es aber überhaupt außerirdische Zivilisationen?
Auf unserer Erde leben die unglaublichsten Tiere und Pflanzen. Manche bevölkern die unwirtlichsten Gegenden unseres Planeten:
In den Geysiren des kalifornischen Yellowstone Nationalparks gedeihen Archaebakterien im über 100°C heißen säure- und schwermetallhaltigen Wasser.
Als Jacques Piccard und Don Walsh 1960 mit dem Tauchboot Trieste 10.900 m tief in den Mariannengraben abstiegen, beobachteten sie am Grund Tiefseefische, die den Druck von 1 Tonne je cm² aushalten.
Umso schwerer können wir uns Lebewesen vorstellen, die andere, weit entfernte Planeten bevölkern.
Wir kennen aber Voraussetzungen für physisches Leben, die überall gelten, wo die gleichen Naturgesetze wie in unserem Sonnensystem herrschen.
1961 schätzte der amerikanische Radioastronom Frank Drake aus Green Banks in Virginia die Anzahl der Zivilisationen in einer Galaxie folgendermaßen ab:
N = S x Ap x Aö x Al x Ai x At x L.
Das heißt: Die Zahl der technisierten Zivilisationen in unserer Milchstraße N ist das Produkt aus der Zahl der jährlich neu entstehenden Sterne der Galaxie S, dem Anteil der Sterne mit Planetensystem Ap, dem Anteil der Planeten pro System, die Leben tragen können Aö, dem Anteil der tatsächlich belebten Planeten Al, dem Anteil der Planeten mit intelligenten Lebensformen Ai, dem Anteil der Planeten mit technischen Fähigkeiten At und dem Faktor für deren mittlere Lebensdauer L.
Mittlerweile wissen wir, dass pro Jahr in unserer Milchstraße größenordnungsmäßig ein Stern entsteht. Alle anderen Werte der Drake-Formel sind jedoch reine Spekulation geblieben.
Fest steht, dass nur ein äußerst unwahrscheinlich anmutendes Zusammentreffen von verschiedenen Idealbedingungen ein Leben auf unserer Erde ermöglicht.
Über zwei Milliarden Jahre lang war die Erde nur von Einzellern bevölkert. Vor einer knappen Milliarde Jahren bildeten sich die ersten Mehrzeller. Für entwickelte Zivilisationen kommen somit nur Planeten eines Sternes in Frage, der über lange Zeit konstante, gemäßigte Bedingungen bietet. Doppel- und Mehrfachsterne scheiden daher aus.
Sterne mit weniger als der halben Sonnenmasse strahlen für biologisches Leben zu wenig Energie ab.
Sterne mit mehr als 1,5 Sonnenmassen verbrauchen ihren Kernbrennstoff zu rasch und erreichen nicht die erforderliche Mindestlebensdauer von 5 bis 10 Milliarden Jahren.
Sonnenähnliche Sterne fusionieren Wasserstoff zu Helium. Bei Temperaturen über 100 Millionen Grad kann ein geringer Anteil von weiteren Elementen bis hin zum Eisen gebildet werden. Schwerere Elemente entstehen aber nur in einer Supernova. Das ist ein massereicher Stern, der am Ende seiner Lebensdauer explodiert und sehr hell leuchtet. Die gesuchten Planten sind nicht allzu weit vom Zentrum ihrer Galaxie entfernt, um genügend schwere Elemente zu erhalten.
Biologisches Leben kann aber genauso wenig in der Nähe des Zentrums entstehen, dort ist die Strahlung zu groß.
Erdähnliches Leben benötigt flüssiges Wasser und damit eine Temperatur zwischen 0 und 100° C. Diese Ökosphäre liegt bei unserer Sonne günstigstenfalls in einem Abstand von 126 bis 266 Millionen Kilometer. Die Erde ist knapp 150 Millionen km von der Sonne entfernt, der Mars etwa 228 Millionen Kilometer.
Höher entwickeltes Leben benötigt einen Planeten, der es mit Wärme, Wasser, Luft zum Atmen und festen Stoffen versorgt. Seine Gravitation muss die Atmosphäre dauernd halten können. Massereiche Planeten müssen Einschläge großer Meteoriten weitgehend verhindern. Wahrscheinlich muss ein Mond die Planetenachse sowie Ebbe und Flut stabilisieren.
Nach wie vor ist unsere Erde der einzige uns bekannte belebte Planet.
Astronomen haben in den letzten Jahren über 120 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt - fast monatlich werden es mehr. Die meisten sind freilich Gasriesen ähnlich Jupiter mit oft sehr engen Umlaufbahnen. Dies kann jedoch auch auf die noch immer zu wenig empfindlichen Beobachtungsmethoden zurückzuführen sein.
Wenn sich nur ein einziger Wert der Drake-Formel Null nähert, liegt ihr Ergebnis praktisch bei Null. Viele Wissenschafter schließen daraus, wir seien allein im Universum.
Andere glauben, angesichts der unermesslichen Größe des Universums und einer schier unbegrenzten zur Verfügung stehenden Zeit müsste es unvorstellbar viele belebte Planeten, unvorstellbar viele außerirdische Zivilisationen geben.
Astronomen des 1984 gegründeten SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) - Institutes in Mountain View, Kalifornien suchen unseren Himmel systematisch nach Signalen außerirdischer Zivilisationen ab.
Dabei werten sie Daten des größten Radioteleskops der Welt, des ARECIBO Observatoriums in Puerto Rica aus, das mit einer 305 Meter Antenne ausgestattet ist.
SETI Direktor David Kent Cullers erblindete als Säugling und kann sich dadurch stärker auf Töne konzentrieren als Sehende. Er entwickelte selbst das Rechenverfahren für Computer, um schwache Signale von kosmischem Rauschen zu unterscheiden.
Immer wieder verirren sich Radio- und militärische Sender, Satelliten-Funkimpulse und auch Artefakte in das Datenmaterial. Und viele erfolgversprechende Signale sind beim zweiten Hinhören verschwunden.
Ein technisches Signal hebt sich eindeutig vom Hintergrundrauschen ab, wenn eine gewisse Zeit in engen Frequenzbändern gefunkt wird oder wenn kurze, energiereiche Impulse gesendet werden. Für den ersten Fall erscheinen Radiowellen am aussichtsreichsten, für den zweiten Laserstrahlen im infraroten und im sichtbaren Licht.
Wasser - H2O - ist eine wesentliche Voraussetzung für erdähnliches Leben. Deshalb suchen die SETI-Projekte nach Radiosignalen vor allem im Frequenzbereich zwischen den Emissionslinien von atomarem Wasserstoff H und dem Hydroxyl-Radikal OH - 1,42 bis 1,64 GHz.
Dabei kann man entweder mit hoher Empfindlichkeit gezielt bei relativ nahen Sternen suchen wie im Projekt PHÖNIX oder große Himmelsareale mit vielen Sternen mit geringerer Empfindlichkeit durchmustern wie in den Projekten BETA und SERENDIP.
Die Wissenschafter rechnen mit wesentlich mehr schwachen als starken Sendern. Die letzteren könnten jedoch wesentlich leichter gefunden werden.
Die Suche in dichten Sternfeldern, bei Sternhaufen und benachbarten Galaxien erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges.
Ein Rundumstrahler in einer Entfernung von 100 Lichtjahren hätte vor 100 Jahren mit der gesamten Leistung des Sonnenlichts, das auf die Erde trifft, senden müssen, um von SETI gerade noch wahrgenommen zu werden.
Mikrosoft-Gründer Paul G. Allen hat 11,5 Millionen Dollar für eine Anlage von 350 Sechs-Meter-Antennen gespendet, die ab 2005 den Sternenhimmel noch effektiver untersuchen soll.
Um die Rechnerleistung zur Auswertung der immensen eingefangenen Datenmenge zu erhöhen, bedient sich das SETI-Projekt SERENDIP unzähliger PCs auf der ganzen Welt. Unter www.setiathome.ssl.berkeley.edu haben über 3,5 Millionen User einen Bildschirmschoner herunter geladen, der während der Ruhepausen ihres PCs 350 kByte - ein Himmelsareal, das ein Reiskorn mit ausgestreckter Hand abdeckt - nach künstlichen Signalen durchsucht.
Gepulste Laserstrahlenbündel können Informationen wesentlich effektiver übertragen als Radiowellen. Sie werden durch interstellare Gase und Staub auch nicht so stark aufgefächert. Daher schlug Physik-Nobelpreisträger Charles Townes bereits in den 1960er Jahren vor, nach künstlichen Lasersignalen Ausschau zu halten.
Verschiedene Astronomen wie der Entdecker zahlreicher Planeten anderen Sonnen Geoff Marcy durchsuchten ihre Messungen nach Laserstrahlen - ebenso erfolglos wie SETI.
Sebastian von Hoerner, ein SETI-Pionier seit 1960, schätzt, dass es 5000 Jahre dauern könnte, bis SETI Signale einer außerirdischen Zivilisation findet.
Er rechnet nicht damit, dass Menschen jemals zu Lebzeiten Antwort auf eine Frage bekommen, die sie Außerirdischen stellen. Denn kein Signal ist schneller als das Licht und die nächste außerirdische Zivilisation wird dutzende oder hunderte Lichtjahre von der Erde entfernt vermutet.
Die Naturwissenschaft schließt damit praktisch aus, dass physische Wesen von anderen Planeten, Sternen oder gar Galaxien mit Raumschiffen auf unserer Erde landen. Sie kann aber nichts zur Klärung der Frage beitragen, wer die UFOnauten sind, die immer wieder von den verschiedensten Menschen wahrgenommen werden.
Dadurch, dass sich die objektive Wissenschaft auf den messbaren und wägbaren Teil der Wirklichkeit beschränkt, ermöglicht sie uns, phantastische Maschinen zu bauen. Die weit verbreitete Ansicht, die objektive Wissenschaft würde damit beweisen, dass es keine geistige Wirklichkeit neben oder hinter der materiellen Welt gibt, ist aber genauso absurd wie die Aussage: „Ich habe die Produktionshalle einer Autofabrik gründlich studiert. Die einzelnen Teile werden angeliefert und von Robotern und Menschen zusammengefügt. An der Herstellung von Autos ist weder ein Erfinder noch ein Ingenieur oder Designer beteiligt.“
Manche Menschen verzichten lieber auf jede objektive Wirklichkeit, bevor sie eine geistige Welt anerkennen. So waren die Anderen für Johannes Fiebag (1956-1999) perfekt getarnte Außerirdische („Mimikry-Hypothese“). Wir können weder sie erkennen, noch was sie beabsichtigen. Wir erkennen nur eine glänzende, spiegelnde Oberfläche, die uns den Blick auf das was dahinter ist verwehrt. Dadurch wird unsere Welt, unsere Wirklichkeit auf eine gigantische Maske und Requisiten eines Theaterstückes, das sich „Universum“ nennt, verkürzt. Unsere Erde wird zur virtuellen Realität, zum Cyberspace, in den Außerirdische mit Sonden gefahrlos einsteigen können.
Viele Entführungsberichte erinnern an Marien- oder Teufelserscheinungen, an die Verschleppung von Menschen durch Kobolde oder Feen, Initiationsriten oder schamanische Reisen.
Elemente von UFO-Enführungen entsprechen ebenfalls Erlebnissen an der Schwelle zum Jenseits. Einer der zahlreichen Menschen, die tiefgreifende Erlebnisse in Todesnähe hatten, ist Dannion Brinkley. Schon in der Jugend war er technisch und intellektuell sehr begabt, aber ungeheuer aggressiv. Bald nach Schulabschluss wurde er amerikanischer Agent und trug durch Meuchelmorde und andere Attentate zur Destabilisierung von Laos, Kambodscha und Vietnam bei.
Als Brinkley 1975 - im Alter von 25 Jahren - bei starkem Gewitter telephonierte, durchfuhr ihn ein Blitz. Trotz schwerster Verbrennungen blieb er am Leben.
Im Zustand des klinischen Todes erlebte er nach Passieren eines finsteren Tunnels ein erhabenes Lichtwesen, das aus lauter Liebe bestand und mit ihm sein vergangenes Erdendasein durchlebte. Als er z.B. einen vietnamesischen Oberst aus dem Hinterhalt erschoss, erfuhr er dessen Erlebnisse unmittelbar nach dem Tod ebenso wie die grenzenlose Verzweiflung seiner Angehörigen.
Trotz des schrecklichen, elenden Lebens strömte ein tiefes und sinnvolles Verzeihen aus dem Lichtwesen, das Brinkley die Schmerzen und die Freuden erleben ließ, die er anderen Menschen bereitet hatte.
Schließlich brachte ihn das Lichtwesen in eine Kristallstadt mit erhabenen Geistwesen, in der ihm eine Reihe verschiedener Schicksale der Menschheit einschließlich des Zusammenbruchs der Sowjetunion und des Golfkriegs vorgeführt wurde.
Nach einer langen, qualvollen Genesung begann Brinkley, Zentren mit ähnlichen Aufgaben wie antike Mysterientempel einzurichten. In einem speziell konstruierten Tank sollen Menschen zur Selbstbesinnung und zu geistigen Erlebnissen gelangen.
Da die UFO-Entführungen nicht im Physischen stattfinden, ist es um so wichtiger, aus einer großen Anzahl von Berichten die aufrichtigen herauszufiltern.
Manche Menschen wollen mit Lügen einen Platz im Rampenlicht der Öffentlichkeit erheischen oder ihr Selbstwertgefühl steigern.
Andere machen sich einen Spaß oder wollen einfach testen, ob UFO-Forscher ihre Geschichten durchschauen.
1992 berichtete „Rolf Kaster“ aus Schwerte von seiner Entführung durch Außerirdische. Zu den absurdesten Details bemerkte er: „Glauben Sie mir: Wenn ich Sie anlügen wollte, ich würde mir eine wirklich gute, interessante UFO-Story ausdenken“. 2001 gestand er, die ganze Geschichte frei erfunden zu haben. Mit ihr suchte er Unterstützung für seinen vergeblichen Versuche, Energie in Medizin und Diamanten umzuwandeln.
Als ein UFOloge eine Lichterscheinung rasch als Venus erkannte, versuchte ein anderer Beobachter, sein außergewöhnliches Erlebnis durch die eindrückliche Schilderung eines fliegenden Andreaskreuzes zu retten.
Der russische Kosmonaut Georgi Gretschko war Gast bei einer Moskauer Fernsehshow, in der eine junge Russin behauptete, mit einem Außerirdischen verheiratet zu sein. Ihr Gatte sei im Studio anwesend, könne aber nur von ihr wahrgenommen werden. Erst nach der Sendung erklärte sie dem Kosmonauten unter vier Augen ihren Auftritt: Sie ist Schauspielerin und wurde für diese Rolle bezahlt.
Viele Unwahrheiten werden unabsichtlich in die Welt gesetzt.
Wir neigen dazu, in der Erinnerung Details so zu ergänzen, dass sie möglichst leicht ins Gesamtbild passen.
Spricht ein Polizist bei einer Vernehmung nach einem Verkehrsunfall immer von einem „grauen Auto“, obwohl es hellblau war, werden sich Zeugen bei der Gerichtsverhandlung an ein graues Auto erinnern.
Der Genfer Psychologe Jean Piaget war jahrelang überzeugt, als Kleinkind beim Spaziergang mit dem Kindermädchen von einem fremden Mann entführt worden zu sein. Er erinnerte sich deutlich an die Umgebung, an einen Kampf des Kindermädchens mit dem Entführer. Nach vielen Jahren bezeugte das damalige Kindermädchen, dass es die ganze Geschichte nur erfunden hatte, um eine Verspätung zu erklären. Die Erzählungen der Eltern waren im Laufe der Jahre zu einer Pseudoerinnerung geworden.
Erfahrene Richter wissen, dass sich zwei Zeugen abgesprochen haben, wenn ihre Aussagen in allen Details übereinstimmen.
Während einer hypnotischen Rückführung kommt es zu einem enorm gesteigerten Erinnerungsvermögen, der Hypermnesie. Wie bei normalen Erinnerungen werden auch hier Gedächtnislücken mit plausiblen Annahmen gefüllt. Erinnerungen, die während einer Rückführung auftauchen, können Tatsachen, Phantasien oder Pseudoerinnerungen sein. Leicht kann der Therapeut Gedanken und Assoziationen eines Hypnotisierten in die eine oder andere Richtung lenken.
Manchmal glauben Schizophrene, mit einem Raumschiff ins Paradies auf einem anderen Planeten gebracht worden zu sein. Sie fühlen sich dazu auserwählt, werden plötzlich von anderen Menschen beachtet und auch von bestimmten Gruppen verfolgt. Psychisch gesunde Menschen mit Entführungserlebnissen fühlen sich weder auserwählt noch sehnen sie sich nach einer Entführung.
In seltenen Fällen behaupten Persönlichkeitsgestörte aus Geltungssucht, entführt worden zu sein, um von anderen Menschen anerkannt und bewundert zu werden. In der Regel nennen sie Namen, Herkunft und Mission der Außerirdischen.
Menschen mit ehrlichen Entführungserlebnissen wissen dagegen nicht, was eigentlich vorgeht. Die Ziele der Anderen bleiben ihnen trotz aller Bemühungen undurchschaubar, geheimnisvoll und widersprüchlich.
Ein erfahrener Therapeut kann psychiatrische Störungen verlässlich diagnostizieren und echte Entführungserlebnisse, Träume, Halluzinationen, Illusionen, Visionen und Drogenrausch sicher auseinanderhalten.
Carl Gustav Jung betrachtete das UFO-Phänomen als einen Traum, der vom kollektiven Unterbewussten ausgeht. Verborgene psychische Inhalte projizieren sich auf etwas Eindrucksvolles oder Außergewöhnliches in der Umwelt und erlangen dadurch mythische Kräfte. Dadurch wirken sie suggestiv und eignen sich eine Legende an, die sich in ihren Grundzügen wiederholt. So wird ein beliebiges eindrucksvolles Erlebnis zum UFO.
Zu jeder Zeit lebten Menschen, die konkrete Erlebnisse in der geistigen Welt hatten. Einer dieser Eingeweihten war Rudolf Steiner (1861 - 1925). Da der amerikanische Pilot Kenneth Arnold das erste vermeintlich außerirdische Flugobjekt erst 1947 sah, konnte Steiner nichts zum UFO-Phänomen sagen. Die von ihm begründete Anthroposophie (Weisheit vom Menschen) ermöglicht uns aber einen zeitgemäßen Einblick in die geistige Welt.
Im Gegensatz zum Tier kann der Mensch ohne Anstoß durch die materielle Welt denken. Dieses leibfreie Denken befähigt ihn, die Welt zu erkennen. Interesse an der Umwelt, Lust und Liebe am Tun und Befriedigung im Nachsinnen bilden das praktische Denken aus.
„Das Denken hat den Ideen gegenüber dieselbe Bedeutung wie das Auge dem Licht, das Ohr dem Ton gegenüber. Es ist Organ der Auffassung“.
„Willst du dich selbst erkennen, so suche in den Weltenweiten dich selbst. Willst du die Welt erkennen. so dringe in deine eigenen Tiefen. Deine eigenen Tiefen werden dir wie in einem Weltgedächtnis die Geheimnisse des Kosmos enthüllen.“
Alle Menschen haben Organe, um die geistige Welt wahrzunehmen. Die meisten von uns haben sie jedoch nicht ausgebildet. Steiner gibt uns Übungen, um das Denken zu stärken. Sie können unsere Geistesaugen und –ohren sehend und hörend machen. Er weist dabei immer darauf hin, dass wir heutzutage keine Übungen machen sollten, deren Wirkungen wir nicht durchschauen.
Wichtige Seelenstimmungen auf dem Weg des Geistesschülers sind die Verehrung von Wahrheit und Erkenntnis, Demut, das Unterlassen jedes richtenden Urteils. Dies bedeutet aber keineswegs, dass wir die Aussagen eines Lehrers ungeprüft übernehmen sollten.
Der Geistesschüler wird nicht untüchtiger für das praktische Leben. Er ist bei Aufgaben, die ihm unangenehm oder schwierig erscheinen, weder verdrießlich noch zaghaft, sondern nimmt alle Kraft zusammen, um sie so gut wie möglich zu erledigen. So führt er sein Lebensschiff auf einer sicheren, festen Bahn, während er früher von den Wogen des Lebens hin und hergebeutelt wurde.
Begegnet mir ein Mensch, und ich achte auf seine Schwächen, raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich hingegen, mich liebevoll in seine Vorzüge zu vertiefen, sammle ich solche Kraft.
„Jede Erkenntnis, die du suchst, nur um dein Wissen zu bereichern, nur um Schätze in dir anzuhäufen, führt dich weg von deinem Weg. Jede Erkenntnis, die du suchst, um reifer zu werden auf dem Wege der Menschenveredelung und Weltenentwicklung, die bringt dich einen Schritt vorwärts.“
„Jede Idee, die nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte“.
Jeder Mensch kann und soll Berichte aus der geistigen Welt unbefangen prüfen: Passen sie zu den Erscheinungen des Lebens? Bewahrheiten sie sich im Leben? Wie verhalten sie sich zu unserer gewohnten Weltanschauung, die auf der objektiven Wissenschaft aufbaut? Können sie die Rätsel unseres Lebens erklären und zwischen den einzelnen Ereignissen, die uns täglich begegnen einen Zusammenhang herstellen?
Christen, Juden und Muslime kennen zwischen Gott und den Menschen Engelhierarchien, von Engeln und Erzengeln bis hinauf zu Cherubim und Seraphim.
Jeder Mensch ist genauso wie die Engel ein geistiges Wesen. Im Gegensatz zu diesen hat er jedoch - immer wenn er auf der Erde lebt - auch einen physischen Leib.
Steiner bringt uns die Entwicklung des Menschen in zahlreichen Wiedergeburten näher, indem er immer wieder die Erlebnisse zwischen Tod und neuer Geburt ausführlich schildert. Mit zahlreichen Beispielen zeigt er, welches Karma verschiedene Taten in einem zukünftigen Leben hervorrufen. Schicksalsschläge können aber auch – wie bei Hiob – eine zukünftige Aufwärtsentwicklung begründen.
Schon Aristoteles (384 bis 322 vor Christus) und Thomas von Aquino (1225 bis 1274) sahen in der Tugend eine Entscheidung für die Mitte zwischen zwei Schlechtigkeiten, dem Zuviel und dem Zuwenig. Tapferkeit ist die goldene Mitte zwischen Tollkühnheit und Feigheit, Freigebigkeit zwischen Verschwendung und Geiz, Freundlichkeit ist eine Gratwanderung zwischen Schmeichelei und Streitsucht. Das Gute ist also nicht das Gegenteil des Bösen, sondern eine schmale, sich ständig ändernde Gratwanderung zwischen zwei Extremen.
Steiner sieht im Bösen Wesen mehrerer Engelhierarchien, die in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind. Diese Versucher der Menschheit nennt Steiner luziferische Mächte oder kurz Luzifer und nach dem Widersacher des Lichtgottes bei Zarathustra ahrimanische Mächte, kurz Ahriman.
Luzifer mit seiner Schar möchte uns den göttlichen Wesen abspenstig machen. Er verführt unsere Seelen zu Stolz, Egoismus und Leidenschaften und lockt uns mit faszinierenden Gesichten und der Aussicht auf höchste Weisheit weg von der Erde, in sein eigenes Reich. Ahriman dagegen bemüht sich, die Menschheit und damit die ganze Erde in seine Macht zu bekommen. Er ist der Geist der Lüge und Verneinung, der Inspirator zu Materialismus und unmenschlichen Sachzwängen. Mit dem Luzifer entgegengesetzten Extrem unterstützt er alle verhärtenden Tendenzen in unserer Seele, tut alles, damit wir den Geist nicht erkennen.
Christus hilft jedem Menschen, seinen Mittelweg zu finden, der stets aufs neue zu erringen ist.
Mit diesem Hintergrund fällt es nicht schwer, das Lichtwesen, das Dannion Brinkley erlebt hat, als Christus zu erkennen.
Von uns Menschen hängt es ab, ob sich Himmel und Erde so entwickeln, wie es die göttlichen Mächte veranlagt haben. Wir müssen uns wappnen, nicht den Versuchungen der Widersachermächte zu verfallen.
An Widerständen lernen wir. Letztendlich ist auch das noch so schreckliche Böse von Gott geschaffen, um uns, um den Kosmos voranzubringen.
Luzifer verdanken wir Intelligenz, Vernunft und Freiheit; Ahriman Mathematik, Geometrie und die objektive Naturwissenschaft. Es sind dies wertvolle Geschenke, die wir nicht meiden, sondern deren Herkunft wir erkennen sollten.
Wer sind nun die UFOnauten? Ahrimanische oder luziferische Wesen ohne physischen Körper? Der Doppelgänger des Entführten? Teile des eigenen Ätherleibes? Erleben wir sie durch unsere geänderten Vorstellungen nicht mehr als Sphinx sondern als Raumschiff?
Sergej O. Prokofieff berichtet von Lichterscheinungen, die der Künstler Nikolaj Roerich und seine Frau Helena – die Begründerin von Agni Yoga - während ihrer großen Himalaja-Reise 1925-28 erlebten. Er erklärt sie als bildhafte Imaginationen aus grauer Vorzeit, die Luzifer entgegen dem göttlichen Plan konserviert und Ahriman so sehr mit unseren materialistischen Gedanken getränkt hat, dass sie als Halluzinationen erscheinen.
In einem seiner zahlreichen Vorträge stellte Rudolf Steiner fest, dass es im Universum ähnliche Entwicklungen wie auf unserer Erde gibt, die jedoch in keinem Zusammenhang mit uns Menschen stehen.
Das entspricht dem heutigen Wissensstand der seriösen Naturwissenschaft.
Auszug aus der verwendeten Literatur:
Werner Walter: UFOs - Die Wahrheit, Heel, 1996
Christian Sommerer, W. Walter: Ungewöhnliche Phänomene über Rußland, www, 2001
Johannes Fiebag: Kontakt, Verlag Langen Müller, 1994
Johannes Fiebag: Die Anderen, Herbig-Verlag, München, 1993
Ulrich Magin: Von Ufos entführt: Unheimliche Begegnungen der vierten Art, 1991
Werner Walter, CENAP: Das Geheimnis der Nazi-Flugscheibe, www
Bild der Wissenschaft 2/2002: Außerirdische
UFOs und IFOs bei CENAP, http://cenap.alien.de
Dr. Hans-Martin Zöllner in Johannes Fiebag: Besucher aus dem Nichts, Drömersche Verlagsanstalt München 1998
Dannion Brinkley und Paul Perry: Zurück ins Leben. Die wahre Geschichte eines Mannes, der zweimal starb, München 1994
C. G. Jung: Ein moderner Mythos, Rascher Verlag, Zürich, 1958
Rudolf Steiner: Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit, R. Steiner TB Nr. 646
Rudolf Steiner: Wo und wie findet man den Geist? Rudolf Steiner TB Nr. 686
Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? TB Nr. 600
Rudolf Steiner: Die Philosophie der Freiheit, Rudolf Steiner TB Nr. 627
Adolf Baumann: Wörterbuch der Anthroposophie, Hallwag 1986
Flensburger Hefte: Die Welt am Abgrund Sonderheft 19, 2001
Sergej O. Prokofieff: Der Osten im Lichte des Westens, Teil 1 Die Lehre von Agni Yoga aus der Sicht der christlichen Esotherik, Verlag am Goetheanum, 2. vollständig überarbeitete Auflage, Dornach 1997
Flensburger Hefte Nr. 79: Was uns die Naturgeister sagen
Walter Michael Hopferwieser, Salzburg
walter@hopferwieser.net